Yen auf dem Vormarsch: Wird die Bank von Japan ihre dovish Haltung beibehalten?

Der japanische Yen erreichte am Dienstag, den 9. Januar 2024, 143,50 gegenüber dem Dollar. Diese Schwankung erfolgt jedoch vor dem Hintergrund gemischter Signale und Unsicherheiten hinsichtlich des geldpolitischen Kurs der Bank von Japan (BOJ).
Der Plan der Bank von Japan, von ihrer geldpolitisch schädlichen Haltung abzurücken, könnte durch die Notwendigkeit beeinflusst worden sein, die negativen Auswirkungen der Katastrophe auf der Noto-Halbinsel vom 1. Januar auf die Wirtschaft zu bewerten. Darüber hinaus haben fallende Inflationsraten in Tokio die Spekulationen bekräftigt, dass die BOJ im Januar nicht von der Negativzinspolitik abweichen wird.
Inflationäre Druck und Tokios führender Indikator
Der Kernverbraucherpreisindex (CPI) von Tokio stieg im Dezember im Jahresvergleich um 2,1 % und entspricht damit den Markterwartungen, nach einem Anstieg von 2,3 % im November. Diese Daten, die als führender Indikator für landesweite Trends genau beobachtet werden, werden ein zentraler Punkt der bevorstehenden geldpolitischen Sitzung der BOJ am 22. und 23. Januar sein.

Der BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda betonte die Notwendigkeit einer weiterhin expansiven Geldpolitik, bis die derzeitige kostengetriebene Inflation in einen nachfragetriebenen Preisanstieg mit robuster Lohnsteigerung umschlägt. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich der sinkenden Haushaltsausgaben, die im November im neunten Monat in Folge zurückgingen und die Fragilität der japanischen Wirtschaft verdeutlichen.
Analysten erwarten, dass die vierteljährliche Sitzung der BOJ mit regionalen Filialleitern im Januar Einblicke in das Vertrauen der politischen Entscheidungsträger in das anhaltende Lohnwachstum bieten wird.
Globale makroökonomische Einflüsse
In der Zwischenzeit richtet sich der globale Fokus in dieser Woche auf den US-Verbraucherpreisindex (CPI). Ein höher als erwarteter Wert könnte die Erwartungen an eine bevorstehende Zinssenkung durch die Federal Reserve dämpfen. Nach einem starken U.S. Beschäftigungsbericht zeigen die Futures auf den Fed-Fonds-Satz derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 57,3 % für eine Zinssenkung im März an.
Die technische Analyse des USD/JPY deutet auf weiteren Widerstand bei der 61,8%-Rückkehrniveau von 147,44 hin, mit Unterstützung in der Nähe von 140.

Während sich die globale Wirtschaftslandschaft wandelt, werden weitere Entwicklungen auf dem Markt mit Spannung erwartet. Diese Veränderungen, zusammen mit innenpolitischen Überlegungen, werden letztendlich den geldpolitischen Kurs der BOJ und das Schicksal des Yen bestimmen.
Was das bedeutet
Am 25. Dezember 2023 hob BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda die potenziellen positiven Aspekte höherer Zinssätze in normalen Wirtschaftslagen hervor. Während er sein Engagement für die Verfolgung stabiler Inflation durch geduldige geldpolitische Lockerung bekräftigte, deutet das Protokoll darauf hin, dass der Gouverneur geneigt ist, auf die Löhne im April zu warten.
Eine Abkehr von den ultra-expansiven Geldpolitiken der BOJ oder eine früher als erwartete Zinssenkung durch die Fed könnte zu einer erhöhten Kaufneigung des Yen führen.
Rechtlicher Hinweis:
Die in diesem Blogartikel enthaltenen Informationen dienen nur zu Bildungszwecken und sind nicht als Finanz- oder Anlageberatung gedacht.
Diese Informationen gelten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung als korrekt und zutreffend. Änderungen der Umstände nach dem Veröffentlichungszeitpunkt können die Genauigkeit der Informationen beeinflussen.
Der Handel ist riskant. Die vergangene Leistung ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Es wird empfohlen, eigene Recherchen durchzuführen, bevor man Handelsentscheidungen trifft.