Zentralbanken stehen fest inmitten wirtschaftlicher Schwankungen

RBA pausiert Zinserhöhungen, alle Augen auf BoC und BOJ vor dem US-Arbeitsbericht
RBA hält die Zinsen stabil (5. Dezember)
Die Reserve Bank of Australia (RBA) belässt ihren offiziellen Geldsatz (OCR) unverändert bei 4,35 % und signalisiert eine mögliche Pause in ihrem aggressiven Straffungszyklus.
Die RBA-Gouverneurin Michele Bullock erkannte an, dass die Inflation von ihrem Höchststand gefallen ist, aber darauf hinweist, dass sie weiterhin über dem Ziel der RBA von 2-3 % bleibt. Sie betonte, dass die Bank die wirtschaftlichen Bedingungen weiterhin eng beobachten und die Politik anpassen wird, um die Inflation wieder auf das Ziel zu bringen.
Die Entscheidung, die Zinsen stabil zu halten, fällt, während wirtschaftliche Daten darauf hinweisen, dass die australische Wirtschaft beginnt abzuschwächen. Die Einzelhandelsumsätze fielen im Oktober, und der Arbeitsmarkt zeigt Anzeichen einer Erweichung. Diese Entwicklungen könnten der RBA zu Überlegungen veranlasst haben, da sie die Notwendigkeit, die Inflation zu bekämpfen, gegen das Risiko abwägt, das Wirtschaftswachstum zu dämpfen.
Das nächste geldpolitische Treffen der RBA ist für den 7. Februar 2024 angesetzt.


Das AUD/USD-Paar konnte in dieser Woche nicht über den Widerstand des Abwärtskanals ausbrechen, was auf keine Umkehr des Abwärtstrends hinweist. Dies wird weiter durch die überkaufte Bedingung des stochastischen Indikators unterstützt, die darauf hindeutet, dass das Paar einer Korrektur unterzogen werden könnte.
Zinsentscheid der Bank of Canada (7. Dezember)
Das annualisierte BIP-Wachstum in Kanada sank im dritten Quartal 2023 um 1,1 %. Eine Reihe von Faktoren trug zu dem Rückgang bei, darunter schwächerer Konsum und Unternehmensinvestitionen.
Infolgedessen erwarten die Marktanalysten, dass die Bank von Kanada (BoC) den Zinssatz unverändert bei 5 % belässt.

Japans BIP (7. Dezember)
Die BIP-Zahlen Japans für das dritte Quartal werden am Donnerstag, dem 7. Dezember, veröffentlicht. Ein vorläufiger Bericht vom 15. November wies auf einen annualisierten Rückgang der japanischen Wirtschaft um 2,1 % hin. Der schwache Wert war zurückzuführen auf einen Rückgang der Exporte und des privaten Konsums, was darauf hindeutet, dass die steigende Inflation und die schwächelnde Nachfrage in China einer fragilen wirtschaftlichen Erholung zusetzen.
Der schwache BIP-Wert könnte die Kalkulation der Bank von Japan (BOJ) ändern. Die Entscheidung, ob die negative Zinspolitik beibehalten oder aufgegeben werden soll, wird erhebliche Auswirkungen auf den Wert des japanischen Yen haben.

US-Nichtlandwirtschaftliche Beschäftigung (8. Dezember)
Der US-Arbeitsbericht für den Monat November wird am Freitag, den 8. Dezember veröffentlicht. Dieser genau beobachtete Wirtschaftsindikator wird entscheidende Einblicke in die Gesundheit des US-Arbeitsmarktes geben und wird wahrscheinlich die geldpolitische Entscheidung des Federal Open Market Committee (FOMC) in ihrer Sitzung am 12.-13. Dezember beeinflussen.
Marktanalyse erwarten, dass der Bericht einen moderaten Anstieg von 180.000 Nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigungen im November zeigen wird, leicht über den 150.000 hinzugefügten Stellen im Oktober.
Das FOMC wird den Arbeitsbericht genau analysieren, da die Ergebnisse Entscheidungen über Anpassungen der Geldpolitik beeinflussen und ob es notwendig wird, die Politik weiter zu straffen, um die Inflation gegen das Risiko eines verlangsamten Wirtschaftswachstums zu bekämpfen. Ein starker Arbeitsbericht könnte die hawkish Haltung des FOMC verstärken, während ein schwächer als erwarteter Wert auf eine Pause oder sogar einen Richtungswechsel zu einer konjunkturfreundlicheren Politik hindeuten könnte.
Weitere Berichte, die genau beobachtet werden, umfassen die Arbeitslosenquote, Lohnwachstum und die Erwerbsquote. Diese Kennzahlen liefern ein umfassenderes Bild der Gesamtgesundheit des Arbeitsmarktes.
Die Veröffentlichung des US-Arbeitsberichts für den Monat November ist eines der bedeutendsten wirtschaftlichen Ereignisse des Monats. Es wird erhebliche Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben und die geldpolitische Ausrichtung des FOMC für die nahen Zukunft prägen.

Die Aussicht auf niedrigere Zinssätze kann einen doppelten positiven Einfluss auf die Aktienkurse ausüben. Erstens verringert es die finanzielle Belastung für Unternehmen, indem die Kapitalkosten gesenkt werden. Dies ermöglicht es ihnen, mehr Ressourcen auf Expansion, Investitionen und letztlich auf die Generierung höherer Gewinne zu lenken.
Zweitens senkt es den Abzinsungssatz, der zur Bewertung zukünftiger Einnahmen verwendet wird, was Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen attraktiver macht. Im Wesentlichen machen niedrigere Zinssätze Unternehmen profitabler und Aktien wertvoller.

Die Politik der Fed und die Renditen der US-Staatsanleihen werden von einem komplexen Zusammenspiel nationaler und globaler Faktoren geprägt. Die relativen Renditeunterschiede zwischen US-Staatsanleihen und Staatsanleihen anderer wichtiger Volkswirtschaften sowie die sich verändernden politischen Haltungen ausländischer Zentralbanken können erheblichen Einfluss auf die breiteren Auswirkungen der Fed-Politik auf die US-Wirtschaft haben. Zusätzlich können fiskalische Fundamentaldaten, wie das Haushaltsdefizit und die Schuldenniveaus der US-Regierung, gegenläufige Kräfte auf die Renditebewegungen einführen.
Bleiben Sie dran für eine ereignisreiche Woche auf den Finanzmärkten.
Rechtlicher Hinweis:
Der Handel ist riskant. Die vergangene Leistung ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Es wird empfohlen, eigene Recherchen durchzuführen, bevor man Handelsentscheidungen trifft.
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